26. November 2018

Das dritte Code Camp stand ganz im Zeichen der künstlichen Intelligenz

Lead Code Camp

Beim dritten Code Camp von ti&m drehte sich alles um das Thema künstliche Intelligenz (KI). Mehr als 20 Entwickler kamen zusammen, um ihr Wissen in der Technologie zu vertiefen. In 30 Stunden Programmieren lernten die Teilnehmer, was mit KI alles möglich ist.

Vom 15. bis zum 17. November haben in der «juhui Flumserberg» 30 Stunden lang die Köpfe geraucht und die Tasten geklickt. 11 Entwickler von ti&m und 12 von Partnern trafen sich in den Bergen, um beim Code Camp verschiedene Challenges rund um das Thema künstliche Intelligenz (KI oder AI) zu lösen.

Die Challenges waren so ausgestaltet, dass sowohl bereits bestehende Services von Microsoft oder Amazon, etwa zur Gesichtserkennung, verbessert werden konnten. Bei anderen Challenges ging es darum, komplexe Lösungen rund um das Thema Machine Learning aufzubauen und eigene Modelle zu trainieren. Dazu fanden die Entwickler sich in kleinen Teams zusammen.

Die für die Aufgaben nötigen Daten wurden den Teilnehmern über die Plattform Kaggle zur Verfügung gestellt. Ein Team brachte sogar echte Transaktionsdaten mit, um die Möglichkeiten von KI anhand dieser Daten auszutesten.

Die Ergebnisse waren äusserst vielfältig und kreativ. Eine Gruppe entwickelte beispielsweise eine Lösung, um mit KI Musik zu generieren. Andere Projekte waren mehr realitätsbezogen. So wurde beispielsweise mit dem modernen Crossplattform-Framework «Flutter» eine mobile App entwickelt, die vortrainierte Machine-Learning Modelle direkt auf dem Mobilegerät anwendet. Die Ergebnisse sind auch auf Github veröffentlicht.

 

Lockerer Austausch und Know-how-Erwerb

Das Code Camp war in dieser Form eine Neuheit. Mit KI wählten wir bewusst ein Thema, in dem die Mehrzahl der Teilnehmer keine oder nur wenig Expertise hatte. Nach spätestens 5 Stunden wurde den meisten bewusst, dass sich KI sehr stark vom üblichen Entwickleralltag unterscheidet. KI erfordert deutlich mehr mathematische Kenntnisse und mit Python kommt eine für viele ungewohnte Sprache zum Einsatz. Die zweieinhalb Tage waren für die meisten Teilnehmer daher eine Gelegenheit, um einen ersten praktischen Einblick in die Technologie zu gewinnen.

«Ich habe in diesen zwei Tagen extrem viel gelernt und verstehe nun detailliert, was wirklich hinter den Buzzwords ‹AI› und ‹Machine Learning› steckt», sagt Raphael Voellmy, Entwickler bei ti&m. Die Teilnehmer arbeiteten sich regelrecht in einen Rausch hinein. Bis tief in die Nacht sassen sie zusammen, um ihre Ideen weiterzubringen.

Aber auch der Spass kam nicht zu kurz. So klang der zweite Abend mit Mojitos aus. Für gesellige Gespräche, Spiel und Fachaustausch boten die Tage auch viel Raum. Neue Freundschaften wurden geschlossen und Netzwerke aufgebaut.

Am Samstag standen noch die Abschlusspräsentationen auf der Agenda. Einen Gewinner gab es bei der Veranstaltung bewusst nicht. Vielmehr standen das Lernen und der Austausch im Zentrum, was nach Aussagen der Teilnehmer auch sehr gut gelang.

Bei all dem Programmieren ging sogar der strahlende Sonnenschein vergessen, den die Location über den Hochnebelschwaden bot. Nicht das gute Wetter lockte die Entwickler, sondern der Wissensdurst nach künstlicher Intelligenz. Vielleicht wird aus den Projekten noch der eine oder andere Prototyp entstehen, es bleibt spannend.

 

Zum Bericht des Code Camp im Juni dieses Jahres geht es hier.


Christoph Grau
Christoph Grau

Christoph Grau ist seit September 2018 bei ti&m tätig und verantwortet die Medienarbeit. Davor arbeitete er mehr als vier Jahre als Redaktor und später als stellvertretender Chefredaktor bei einem grossen Schweizer IT-Fachmagazin. Er studierte Chinawissenschaften und Geschichte an der Freien Universität Berlin.

Bilder

Impressionen vom Code Camp 3

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